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Einzigartiger Fund am Chiemsee: eine Botschaft aus der Vergangenheit

von Günther Berg

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Alles begann an einem kalten Januarmorgen am zugefrorenen Chiemsee in Bayern. Einheimische Fischer entdeckten eine seltsame Silhouette nahe dem Ufer – ein altes Auto, das halb im Eis steckte und im Uferschlamm festgefahren war. Wie das Fahrzeug dorthin gekommen war, konnte niemand erklären. Als Polizei und Rettungskräfte den Wagen erreichten, wartete eine Überraschung auf sie: Der Innenraum war leer, aber der Kofferraum war verschlossen. Im Inneren fand sich nichts Illegales – nur ein Reserverad, rostiges Werkzeug und eine kleine Glasflasche mit fest zugeschraubtem Deckel, in der ein zusammengerolltes Blatt Papier zu sehen war.

Die Notiz, die mehr als zwanzig Jahre in der Flasche gelegen hatte, entpuppte sich als Botschaft des Fahrers. Ein Mann namens Josef Huber schrieb: «Wenn Sie das hier lesen, dann wurde mein Auto endlich gefunden. Entschuldigen Sie die Umstände! 1998 fuhr ich zum Angeln, gab zu viel Gas, geriet von der Straße ab und blieb direkt am Ufer stecken. Ich versuchte stundenlang, es freizubekommen, merkte aber, dass ich ohne Hilfe nicht weiterkam. Es war niemand in der Nähe, also ging ich zu Fuß ins nächste Dorf. Die Flasche mit der Nachricht habe ich absichtlich in den Kofferraum gelegt – für den Fall, dass das Auto irgendwann gefunden wird. Mir geht es gut, ich lebe und bin gesund. Bitte rufen Sie mich an unter der Nummer …» Danach folgte eine Nummer, die schon lange nicht mehr funktionierte.

Die Polizei wurde neugierig und begann mit der Suche nach Josef Huber. Es stellte sich heraus, dass er tatsächlich im Nachbardorf Prien am Chiemsee gelebt hatte, aber längst umgezogen war. Nach einigen Tagen wurde er gefunden – ein 78-jähriger Rentner, der nun in Salzburg lebte und sich kaum noch an seine Jugend erinnerte. Als man ihn anrief und ihm von dem Fund erzählte, wollte er es zuerst nicht glauben und brach dann in lautes Lachen aus: «Mein Gott, diese alte Klapperkiste! Damals war ich so wütend, weil ich bis zum Abend am Ufer feststeckte und dann per Anhalter nach Hause fuhr. Die Flasche habe ich als Scherz hineingelegt – ich habe sie längst wieder vergessen!»

Josef kam eigens an den See, um sein altes Auto zu sehen. Als man ihm den mit Rost und Algen bedeckten Wagen und die besagte Flasche zeigte, holte er eine frische Notiz aus seiner Tasche und legte sie daneben: «Danke, dass Sie angerufen haben. Von nun an ist diese Geschichte nicht mehr mein Geheimnis, sondern unsere gemeinsame Erinnerung.» Er gestand, dass er viele Jahre lang hatte zurückkehren wollen, um das Auto zu bergen, aber nie den Mut dazu gefunden hatte. Dank des zufälligen Fundes hatte er nun endlich seinen Frieden gefunden.

Heute steht jenes Auto nicht mehr am Ufer des Chiemsees, sondern im örtlichen Heimatmuseum, neben der Flasche und dem Brief. Und am See hat sich eine neue Tradition entwickelt: Jedes Jahr am 15. Januar veranstalten die Fischer einen spaßigen Wettbewerb – wer die lustigste Botschaft in einer Flasche in seinem Auto hinterlässt. Die Geschichte von Josef Huber ist zu einer lokalen Legende geworden, die daran erinnert, dass man selbst in Missgeschicken einen Grund zum Lächeln finden kann. Josef selbst kommt nun jeden Sommer mit seinen Enkeln an den See und erzählt ihnen: «Seht ihr das Auto da im Museum? Das hat euer Opa damals zum dümmsten und gleichzeitig fröhlichsten Abenteuer seines Lebens gemacht.»

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